Europa investiert in die Eifel

In Monschau habe ich mir ein Bild der LEADER-Region Eifel gemacht. Die Beteiligten vor Ort haben mir viel gutes berichtet, kritisierten aber auch bürokratische Hürden.Mehr dazu in meiner Pressemitteilung.

v.l.n.r.: Kohn, Gath, Leyendecker, Gerhards, Poth, Schmitz

Kinder können in einem Gerüst aus Baustämmen klettern, durch große Trichter in den Wald hineinhorchen oder auf einem Baumstamm balancieren und so Natur hautnah erleben: All das wird der Erlebnisparcours am „Kölschkier“ in Monschau-Kalterherberg seinen kleinen Besuchern in Zukunft bieten, wenn er voraussichtlich im September öffnet. Der Erlebnisparcours, initiiert durch die Zukunftswerkstatt Kalterherberg e.V., ist eines von mehreren Förderprojekten in der LEADER-Region Eifel. LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes, die nordrhein-westfälische Eifel ist eine von 28 Regionen in NRW, die unterstützt wird.

Der Europaabgeordnete Arndt Kohn beschäftigt sich im Ausschuss für regionale Entwicklung des Europäischen Parlaments derzeit mit der kommenden LEADER-Förderperiode. „Für mich ist es deshalb wichtig vor Ort einen Eindruck zubekommen, wie die Fördermittel ankommen“, so Kohn.

Als regionale Vertreter zogen Jochen Leyendecker (Zukunftswerkstatt Kalterherberg e.V.), Lothar Gerhards (Untere Naturschutzbehörde des Kreises Düren), Björn Schmitz (Stadt Monschau) und Manfred Poth (allg. Vertreter des Landrats des Kreises Euskirchen und Vorsitzender des Naturparks Nordeifel e.V.) ein positives Resümee der LEADER-Förderung und betonten, wie wichtig es sei den ländlichen Raum zu unterstützen.

Auch Regionalmanager Nicolas Gath, verantwortlich für die Begleitung und Unterstützung der Projekte, ist zufrieden. „Bei LEADER können Bürgerinnen und Bürger ihre eigenen Projekte einbringen. Der Koordinierungskreis der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), bestehend aus öffentlichen und privaten Mitgliedern, berät über eingereichte Förderanträge und wählt mögliche Projekte aus“, schildert Gath den bürgernahen Ansatz der LEADER-Förderung. Allerdings wurde anlässlich des Besuchs des Europaabgeordneten auch Kritik geäußert: Die teilweise hohen bürokratische Hürden würden manche lokale Initiative davon abbringen Anträge um Förderung fortzusetzen oder überhaupt zu stellen.

Arndt Kohn ging auf die Kritik ein: „Wir müssen schauen, wie die beteiligten Behörden in Deutschland die europäischen Vorgaben effizienter und weniger bürokratisch erfüllen können, um die engagierten Menschen vor Ort noch besser zu unterstützen.“ Insgesamt sei das LEADER-Programm ein Erfolg, so Kohn. Es ermutige die Bürgerinnen und Bürger, ihre Heimat aktiv mitzugestalten und gebe ihnen die nötigen Mittel an die Hand: „Der Erlebnisparcours am ´Kölschkier´, aber auch die vielen anderen Projekte in der Region zeigen, wie Europa in die Eifel investiert“.

Mehr Informationen zur LEADER-Region Eifel gibt es unter: www.leader-eifel.de