Jubiläumsfeier an der Grenze

50 Jahre besteht nun bereits die Europäische Zollunion. Zur Feier des Tages hatte Arndt Kohn Schülerinnen und Schüler des Aachener Couven-Gymnasiums an die Grenze eingeladen.

Mit Plakaten erinnerten die Schüler an das 50-jährige Bestehen der Zollunion (Foto: Büro Kohn).

In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre Zollunion. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert passieren Güter innerhalb der Europäischen Union die Grenzen, ohne dass Zölle entrichtet werden müssen.

Für viele Menschen ist es gerade in unserer Grenzregion selbstverständlich, am Wochenende einen Einkaufsausflug nach Belgien oder in die Niederlande zu unternehmen. Die Zollunion – eine Selbstverständlichkeit? Im Gegenteil: Vor 50 Jahren war dies einer der ersten, bahnbrechenden Schritte auf dem Weg zur europäischen Einigung.

Simulierte Kontrollen am Grenzübergang

Um diese historische Errungenschaft wieder ins Bewusstsein zu rücken und auf den Jahrestag der europäischen Zollunion hinzuweisen, hatte der Europaabgeordnete der Region, Arndt Kohn (SPD),  Schüler*innen des Aachener Couven-Gymnasium zu einem besonderen Ausflug eingeladen: Am Grenzübergang Köpfchen simulierten die Jugendlichen gemeinsam mit der Zoll-Direktion Aachen sowie der Bundespolizei aus Aachen Grenzkontrollen.

Zusammen mit den Behörden führten die Schüler*innen die Kontrollen am Grenzübergang durch. Da staunten einige Autofahrer nicht schlecht, als sie von den Jugendlichen aus dem Verkehr gewunken wurden.

Arndt Kohn im Gespräch mit Ministerpräsident Paasch (Foto: Büro Kohn).

Arndt Kohn erklärt: „Durch die simulierten Grenzkontrollen soll für die Schüler*innen spürbar werden, wie innereuropäische Grenzen früher funktioniert haben. Die jüngeren Generationen kennen das ja nicht aus eigener Erfahrung.“

„Europäische Errungenschaften bewusst machen“

„Das 50-jährige Jubiläum der Zollunion ist ein hervorragender Anlass, sich diese europäische Errungenschaft ins Gedächtnis zu rufen“, so Kohn weiter. „Gerade zu Beginn der Urlaubszeit, wo viele Menschen in unsere europäischen Nachbarländer verreisen, sollten wir uns daran erinnern. Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, wie sehr wir alle ganz konkret in unserem Alltag von einem vereinten Europa profitieren.“

Im Anschluss an die Grenzkontrollen fand am Grenzübergang Köpfchen für die Schüler*innen ein Rundgang mit Dr. Herbert Ruland von der Autonomen Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft statt. Der Historiker führte die Jugendlichen mit lebhaften Geschichten zurück in die Zeit der Grenzhäuschen, der Kontrollen und des Schmuggels.

Auch Oliver Paasch, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens hat an der Veranstaltung teilgenommen.