Büsbach goes Brüssel

Interessierte Bürger*innen besuchen den Europaabgeordneten Arndt Kohn an seinem Arbeitsplatz in Brüssel.

Eine Besuchergruppe rund um die Interessensgemeinschaft Büsbach besuchte das Europäische Parlament in Brüssel. 40 Teilnehmer*innen informierten sich dort über die Arbeit der Abgeordneten und besichtigten den Plenarsaal des Parlaments. Anschließend begrüßte der SPD-Abgeordnete Arndt Kohn die Gruppe an seinem Arbeitsplatz.

Arndt Kohn stellte seine tägliche Arbeit in Brüssel und Straßburg sowie seine Fachgebiete in den parlamentarischen Ausschüssen vor. Nach der kurzen Vorstellung entspann sich rasch eine lebhafte Diskussion über aktuelle politische Themen in Europa. Unter anderem wollten die Besucher*innen von Herrn Kohn wissen, wie sich die Europäische Union bezüglich der Flüchtlingsthematik aufstellen wird.

Arndt Kohn ging in dem Gespräch auch darauf ein, wie europäische Fördermittel ganz konkret in Stolberg ankommen. Der Abgeordnete nannte als Beispiele den Dorfladen in Vicht, der von Gelder aus Brüssel profitiert hat, und den Breitbandausbau in der Atsch.

Ein großes Problem sieht Kohn darin, dass solche Fördermittel häufig wenig öffentliche Aufmerksamkeit bekommen: „Sobald etwas nicht funktioniert, ist Brüssel oft der Sündenbock, aber wenn alles gut läuft, dann ist das selbstverständlich. Dabei werden EU-Gelder auch bei uns in der Euregio sinnvoll investiert.“ Wichtig sei, den Zugang zu Fördermitteln möglichst unbürokratisch zu gestalten. Hier seien auch die nationalen Behörden gefragt, die in vielen Fällen für die Umsetzung der Förderprogramme zuständig sind.

IG Vorsitzender Georg Blatzheim: „Der Besuch in Brüssel war in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Wir können nicht verhehlen, dass auch wir von manchen Klischees über die Arbeit im EU Parlament geprägt waren. Das hat sich in den Stunden vor Ort ganz erheblich verändert. Konsequente und ausdauernde Arbeit gegen häufig ausschließlich nationale Interessen prägen die Arbeit aller Parlamentarier. Die Stadt entschädigt mit ihren tollen Facetten doch für manche Enttäuschung, die die EU Parlamentarier in ihrer Arbeit machen. Uns hat die Reise zu Herrn Kohn mit der Unterstützung von Herrn Schnorrenberg „Lust auf mehr“ gemacht!“

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Parlament rundete eine Stadtführung den Besuch in Brüssel ab.