Der Kreis Heinsberg

Windmühlen prägen die Landschaft im Kreis Heinsberg (Foto: Pixabay).

Ein “Land ohne Grenzen zwischen Maas und Niederrhein”, das ist der Kreis Heinsberg. Diesem Slogan wird der westlichste Kreis Deutschlands gerecht: Die knapp 248.000 Einwohner leben mitten im Herzen Europas. Sowohl Köln und Düsseldorf als auch Maastricht, Lüttich, Venlo und Eindhoven sind nur etwa eine Autostunde entfernt. Durch die offenen europäischen Grenzen gelingt das Reisen zwischen den Ländern problemlos.

Zum Kreis Heinsberg gehören die Städte Erkelenz, Geilenkirchen, Hückelhoven, Heinsberg, Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg sowie die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht.

Naturfreunde sind hier genau richtig: die weite Wald- und Heidelandschaft lädt zum Wandern ein und die auenartigen Täler von Rur, Wurm und Schwalm sind lohnenswerte Ziele für einen Tag im Grünen. Wer will, kann sich aufs Fahrrad schwingen und bis in die Niederlande fahren, denn das Radwegenetz ist mit den Fahrradwegen der angrenzenden Provinz Limburg verknüpft.

Freundschaften nach ganz Europa

Insgesamt 77,5 der 171 Kilometer langen Kreisgrenze teilt sich der Kreis Heinsberg mit der Provinz Limburg. Die gute Nachbarschaft zu den Niederländern wird aktiv gepflegt. So ermöglicht etwa die Arbeitsgemeinschaft Grenzland jährlich zahlreiche deutsch-niederländische Begegnungen zum Beispiel mit Projekten in den Bereichen Schule, Sport oder Kultur.

Auch beim Thema Gesundheit setzt der Kreis Heinsberg auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit: weil Krankheitserreger vor Grenzen nicht Halt machen, ist der gemeinsame Infektionsschutz umso wichtiger. Der Aufbau von Präventionsnetzwerken wurde zum Teil mit EU-Geldern gefördert.

Enge Freundschaft: Der Kreis Heinsberg und die niederländische Provinz Limburg (Foto: Pixabay).

Nicht nur mit den Niederlanden, auch mit Städten und Kreisen quer durch die EU ist der Kreis Heinsberg freundschaftlich verbunden. So besteht bereits seit 1999 das Partnerschaftsdreieck des Kreises mit dem District Midlothian in Schottland und dem ungarischen Komitat Komárom-Esztergom. Und die einzelnen Städte und Gemeinden des Kreises unterhalten unter anderem Beziehungen nach Frankreich, Polen und Belgien.

Jugendliche lernen die EU kennen

Mehrere Schulen im Kreis setzen sich besonders dafür ein, dass die Kinder und Jugendlichen europaorientierte Kenntnisse erwerben und eine europäische Identität entwickeln können. Um das Zertifikat „Europaschule“ zu erhalten, müssen die Schulen nachweisen, dass die EU ein fester Bestandteil ihres Lehrplans ist. Zu den Kriterien zählen unter anderem internationale Projekte oder ein erweitertes Fremdsprachenangebot.

So bietet etwa die Europaschule Erkelenz einen bilingualen Zweig Deutsch-Französisch an und die Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg vermittelt interessierten Schülerinnen und Schülern Praktika im EU-Ausland. Alle Europaschulen legen großen Wert darauf, die interkulturellen Kompetenzen der jungen Menschen zu stärken und es ihnen zu ermöglichen, sich mit dem Thema EU vertieft auseinanderzusetzen.