Der Rhein-Erft-Kreis

Schloss Brühl im Kreis Rhein-Erft (Foto: Pixabay).

Zehn Städte gehören zum Rhein-Erft-Kreis: Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim und Wesseling. Nicht zuletzt durch die günstige Lage im Westen der Metropole Köln konnte sich der Kreis zu einem starken Wirtschaftsstandort entwickeln. Die Industrie ebenso wie die 467.500 Bürgerinnen und Bürger profitieren von einem vereinten Europa. So hat die EU in der Vergangenheit bereits ganz unterschiedliche Projekte im Rhein-Erft-Kreis ermöglicht.

Als Teil einer EU-weiten Initiative hat beispielsweise das Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Kerpen jungen Menschen aus Spanien und Griechenland Ausbildungsplätze und Praktika in der Region vermittelt. Denn während in einigen Ländern Europas die Jugendarbeitslosigkeit extrem hoch ist, finden Arbeitgeber in anderen Mitgliedstaaten keine passenden Bewerber.

EU-Gelder ermöglichen „Grünen Bahnhof“

Ein anderes Projekt, das mit EU-Geldern gefördert wurde, ist der „Grüne Bahnhof“ in Horrem: Mit Brüsseler Unterstützung hat die Deutsche Bahn diesen viel genutzten Verkehrsknotenpunkt klimafreundlich umgestaltet. Dank moderner Technologie wie einer Photovoltaik- und einer Geothermianlage werden umweltschädliche CO2-Emissionen im alltäglichen Betrieb vollständig vermieden.

Aktuell profitiert der Kreis Rhein-Erft außerdem von dem europäischen LEADER-Programm. Teile des Kreises bilden gemeinsam mit Gebieten der Kreise Düren und Euskirchen die „Zülpicher Börde“. Die EU stärkt die Entwicklung ländlicher Gebiete, indem sie Projekte lokaler Akteure ko-finanziert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich mit Ideen einbringen und diese selbst in die Tat umsetzen.

Jugendliche lernen interkulturelle Kompetenzen

Auch die Schülerinnen und Schüler des Kreises beschäftigen sich intensiv mit europäischen Themen: Mehrere Schulen im Kreis haben die Zertifizierung als „Europaschule“ erworben, unter anderem in Brühl, Kerpen und Hürth. Diese Schulen haben europäische Themen fest im Lehrplan verankert, etwa durch Schulpartnerschaften, Europafeste, Projektwochen oder Praktika im EU-Ausland. Um ihre Ideen zu realisieren, können die Schulen sich um Förderungen aus Brüssel bewerben.

So wurde zum Beispiel dem Karl-Schiller-Berufskolleg das Projekt „YES Europe“ bewilligt. Ziel ist es, die Jugendlichen auf einen internationalen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Gezielt werden die Schülerinnen und Schüler darauf vorbereitet, sich im EU-Ausland auf Stellen zu bewerben und ihre interkulturellen Kompetenzen werden gestärkt.