Die Stadt Köln

Köln: Millionenstadt am Rhein (Foto: Pixabay).

Mit mehr als einer Million Menschen ist Köln die bevölkerungsreichste Stadt in Nordrhein-Westfahlen und die viertgrößte Stadt Deutschlands. Die Kölner sind nicht nur stolz auf ihren Dom und ihre Fußballer, sondern auch auf die Weltoffenheit der Metropole am Rhein: 24 Städtepartnerschaften bauen Brücken rund um den Globus. Zwölf der Partnerstädte liegen im europäischen Ausland, was die Verbundenheit Kölns mit Europa unterstreicht.

Seit vielen Jahren nimmt die Stadt Köln an EU-Programmen teil und profitiert dabei von Fördergeldern aus Brüssel. Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt „GrowSmarter“. Im Sinne einer intelligenten und nachhaltigen Stadtentwicklung sollen innovative Lösungen für die Bereiche Energiemanagement sowie Transport und Mobilität im urbanen Raum entwickelt werden.

EU unterstützt Klimaschutz in Köln

Damit leistet das Projekt „GrowSmarter“ einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Klimaziele für das Jahr 2020. Köln arbeitet hierfür mit Stockholm und Barcelona sowie lokalen Partnern zusammen, und die EU stellt insgesamt 7,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Jecke Hochburg: Die Stadt ist stolz auf ihre Karnevalstradition (Foto: Pixabay).

Bei einem anderen EU-Gemeinschaftsprojekt stehen moderne Technologien für den städtischen Nahverkehr im Fokus: Die EU unterstützt neun Städte in ganz Europa, darunter auch die Region Köln, bei der Anschaffung von Brennstoffzellen-Hybridbussen. Die Regionalverkehr Köln GmbH plant, mithilfe der Fördergelder 30 zusätzliche Fahrzeuge anzuschaffen. Gleichzeitig fließen Fördermittel in eine Studie über Wasserstofftankstellen für Busse, um die Möglichkeiten der neuen Technologien besser zu verstehen.

Soziale Projekte dank Förderung aus Brüssel

Darüber hinaus fließen Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds nach Köln. Damit werden zahlreiche Projekte ko-finanziert, zum Beispiel zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Erwerbsmarkt. So wurden unter anderem in Kölner Sozialkaufhäusern Stellen für Menschen geschaffen, die schon viele Jahre keinen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz mehr hatten. Auch junge Menschen sowie Flüchtlinge werden in verschiedenen Programmen bei der Suche nach einer Arbeitsstelle unterstützt – ko-finanziert vom Europäischen Sozialfonds.

Köln gehört außerdem einer Reihe von europäischen und internationalen Netzwerken an, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglichen. So kommen etwa im European Social Network Fachkräfte öffentlicher Sozialdienste mit Vertreterinnen und Vertretern kommunaler Beratungs- und Begutachtungsstellen sowie Forschungseinrichtungen zusammen. Der Austausch von Wissen und Erfahrung trägt zur Weiterentwicklung der Sozialpolitik und Sozialfürsorgepraxis bei. Gefördert wird das Netzwerk von der EU.

Studieren in ganz Europa

Mit zahlreichen Hochschulen ist die Stadt Köln außerdem ein bedeutender Bildungs- und Forschungsstandort. Die Studierenden profitieren von den Programmen der EU, insbesondere von ERASMUS+. Allein die Universität zu Köln kooperiert derzeit mit rund 300 europäischen Universitäten. Studierende, die ins Ausland gehen möchten um neue akademische – und persönliche – Erfahrungen zu sammeln, werden finanziell unterstützt. Weiterhin fördert die EU gezielt Forschungsprojekte der Kölner Hochschulen und stärkt so den Standort.

Kölsches Bier: Auch ein bisschen europäisch (Foto: Pixabay).

Bereits seit 1998 besteht in Köln ein Informationszentrum „Europe Direct“, das sich zum Ziel gesetzt hat, Europa transparenter zu machen und die Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung bei der Gestaltung europäischer Politik zu ermuntern. Das Zentrum veranstaltet zum Beispiel regelmäßige Informationsveranstaltungen und Tagungen, organisiert Ausstellungen und Exkursionen und stellt Informationsmaterialien bereit.

Was Kölsch mit der EU zu tun hat

Einmal im Jahr steht ganz Kölle kopf: der Karneval gehört zum rheinländischen Lebensgefühl untrennbar dazu. Die jecke Hochburg zieht jedes Jahr Touristen aus aller Welt an.

Übrigens: Das Kölsch, an dem es in der fünften Jahreszeit nicht mangelt, ist durch ein Gütesiegel der Europäischen Kommission als regionales Produkt anerkannt. So wird das Bier vor Nachahmung oder Missbrauch von Namen und Bezeichnungen geschützt.