Die Stadt Leverkusen

Neuland-Park in Leverkusen: Die Stadt baut Brücken nach ganz Europa (Foto: Pixabay).

International bekannt ist Leverkusen nicht nur durch seinen Fußball-Bundesligisten, sondern auch als starker Wirtschaftsstandort. Der weltweit tätige Pharma- und Chemiekonzern Bayer AG hat hier seinen Hauptsitz. Leverkusen ist industriell geprägt, und dennoch liegt mit dem Bergischen Land auch Natur und Erholung nicht fern. Die rund 161.000 Bürgerinnen und Bürger leben also in einer Stadt mit vielen Facetten. Die Verbundenheit mit Europa ist eine davon.

In der Großstadt an Rhein und Wupper hat bürgerliches Engagement für Europa eine lange Tradition: Bereits seit 70 Jahren wirbt die Europa-Union Leverkusen für Toleranz und Völkerverständigung und macht sich für den europäischen Einigungsprozess stark. Der Kreisverband ist ein lokaler Zweig dieser größten pro-europäischen Bürgerinitiative in Deutschland und Teil eines europaweiten Netzwerkes.

In NRW gibt es zahlreiche lokale Verbände der Europa-Union, die sich überparteilich und gemeinnützig engagieren. Die Leverkusener Europa-Union lädt zum Beispiel zu Diskussionsrunden zu europapolitischen Themen ein, veranstaltet Europafeste, Studienfahrten und Künstlerwettbewerbe.

EU finanziert soziale Projekte

Die Europäische Union unterstützt die Stadt Leverkusen bei der Umsetzung von sozialen Projekten. Mit dem Programm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“, das unter anderem mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert wird, werden die Chancen von Bewohnerinnen und Bewohnern in benachteiligten Stadtteilen verbessert.

„Kein Kind zurücklassen“: EU unterstützt soziale Projekte in Leverkusen (Foto: Pixabay).

Konkret werden im Leverkusener Stadtteil Rheindorf Projekte zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen, zur Verbesserung der Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie zur Entwicklung der lokalen Ökonomie gefördert.

Gleiche Chancen für alle

Auch durch andere Projekte fließen Fördermittel des Europäischen Sozialfonds nach Leverkusen. So beteiligt sich die Stadt zum Beispiel an der NRW-Initiative „Kein Kind zurücklassen!“, mit der allen Kindern gleiche Chancen auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden sollen. Durch verstärkte Präventionsmaßnahmen soll verhindert werden, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien abgehängt werden.

Ein weiterer Förderschwerpunkt ist der Abbau von Arbeitslosigkeit. Der Europäische Sozialfonds unterstützt die Stadt Leverkusen dabei, langzeitarbeitslosen Frauen und Männern wieder eine berufliche Perspektive zu bieten. Und auch der Zugang von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Arbeitsmarkt soll gestärkt werden, wofür der Europäische Sozialfonds wiederum Fördermittel bereitstellt.

Leverkusener Jugendliche sind fit für Europa

Die Leverkusener Schulen engagieren sich seit vielen Jahren mit Projekten und Bildungsangeboten für Europa. Sowohl die GGS Sternenschule als auch das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium sind zertifizierte Europaschulen.

Für diese Auszeichnung, die vom NRW-Schulministerium vergeben wird, qualifizieren sich Bildungseinrichtungen, die Europa fest im Lehrplan verankern: Dazu gehört zum Beispiel ein erweitertes Fremdsprachenangebot, Austauschprogramme, Praktika im europäischen Ausland und eine vertiefte Auseinandersetzung mit europäischen Themen im Unterricht.