Besuch bei der Nationalparkverwaltung

Der Nationalpark Eifel, übrigens der einzige in ganz Nordrhein-Westfalen, könnte auch als Europäischer Nationalpark bezeichnet werden. Nicht nur, weil die Europäische Union die Arbeit der Nationalparkverwaltung mit diversen Förderprogrammen und deren finanziellen Mitteln unterstützt.

Insbesondere auch, weil die Geschichte dieses Areals europäischer kaum sein kann. Hier gaben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Militärs aus dem Vereinigten Königreich und aus Belgien die Klinke in die Hand, auch Deutsche und andere NATO-Verbündete nutzten die weitläufigen Flächen für ihre Übungen. Mittlerweile ist es ruhiger geworden. Die Menschen, die jetzt in den Nationalpark kommen, nutzen ihn anders. Sie wollen die Natur spüren, den Lebensraum von Pflanzen und Tieren entdecken.

In den Sommerferien nutzte der SPD-Europaabgeordnete Arndt Kohn die Gelegenheit und ließ sich vom Leiter des Nationalparkforstamtes, Herrn Dr. Röös, die Aufgaben und Arbeitsbereiche erläutern.

Insbesondere dem Life+ Projekt „Wald – Wasser – Wildnis“ galt seine Aufmerksamkeit. Dieses wurde mit Europäischen Mitteln i.H.v. rund 4,2 Millionen Euro gefördert. Gemeinsam mit der Biologischen Station der Städteregion Aachen wurden in den Jahren 2011 bis 2015 rund 500 Einzelmaßnahmen zur Renaturierung von Wald- und Wassererlebnisräumen sowie Offenlandlebensräumen geschaffen.

Im Park gibt es eine große Vielfalt an Tierarten, die im rund 110 km2 großen Naturschutzgebiet leben. Diese können dank bestimmter Maßnahmen geschützt und erhalten werden.

Erleichtert nahm Arndt Kohn zur Kenntnis, dass die Natur im Nationalpark, insbesondere die Wälder, die Trockenheit des Sommers nach Aussage von Herrn Dr. Röös vergleichsweise gut überstanden hätten. Nichts desto trotz war der Regen der letzten Tage auch im Nationalpark Eifel mehr als willkommen.